Nach einer plötzlichen Verletzung oder Erkrankung des Nervensystems kann das Bewusstsein derart beeinträchtigt sein, dass ein Überleben nur mit Intensivmedizin, vielfach auch mit dem Durchlaufen eines künstlichen Komas möglich ist. In dieser Zeit wird notfalls ein künstlicher Atemweg, auch Luftröhrenschnitt genannt, angelegt. Die Atmung erfolgt dann selbst oder unterstützt von einem Beatmungsgerät über eine sog. Trachealkanüle. Durch das akute Ereignis können auch die Nerven geschädigt worden sein, die für das Schlucken verantwortlich sind. Es wäre verhängnisvoll, wenn die Trachealkanüle nach dem Erwachen aus dem künstlichen Koma einfach entfernt würde, ohne sich zu vergewissern, dass die Kreuzung zwischen Atem- und Speisewegen im Inneren des Halses durch intakte Schutzreflexe wie Schlucken und Husten vor dem Ersticken gesichert sind. Hierzu bedarf es einer speziellen Diagnostik und Behandlung. Oft wird hierfür der Ausdruck “Trachealkanülenmanagement” verwendet. Die Erholung einer Nervenstörung mit Beteiligung der Schluck- und Hustenfunktion benötigt Zeit und bleibt manchmal ganz aus. Deshalb werden einige Betroffene mit Trachealkanüle oder auch mit künstlicher Beatmung aus dem Krankenhaus oder der Rehabilitation entlassen. Auch muss nach gelungener Entfernung der Trachealkanüle mit einer andauernden Beeinträchtigung der normalen Nahrungsaufnahme gerechnet werden.
Tracheostoma-Selbsthilfe
Direkt-Link zur Homepage: Willkommen – Selbsthilfegruppe Tracheostoma Balingen
Um sich im Kreise von Betroffenen und deren Angehörigen über die speziellen Probleme, die der Alltag mit einer Trachealkanüle mit sich bringt, auszutauschen, wurde eine Tracheostoma Selbsthilfegruppe im Zollern-Alb-Kreis in Baden-Württemberg gegründet. Direkt-Link zum neuen Informations-Flyer (2025) mit den Kontakt-Daten hier. Selbstverständlich können sich auch Betroffene und Angehörige aus anderen Regionen an die Gruppe wenden.
Die SHG Tracheostoma hat ein umfangreiches professionelles Film-Projekt ins Leben gerufen. Informationen hier. Filmpremiere zur Uraufführung am 27. November 2026 in Balingen.
Selbsthilfegruppe Fazialisparese
Unter dem Namen “Selbsthilfegruppe Fazialisparese Landkreis Konstanz” wurde ein nun im Aufbau befindliches Projekt unter der Schirmherrschaft des Selbsthilfenetzwerk KOMMIT – dem Netzwerk aller Selbsthilfegruppen im Landkreis Konstanz mit einer Mitteilung des Landratsamtes ins Leben gerufen (Link zur Pressemitteilung hier). Das erste Treffen fand am Dienstag, 21. Juli 2026 online statt.
Ein nächstes Treffen in Präsenz ist für August 2026 geplant. Barrierefreier Tagungsort und Termin können vorläufig über erfragt werden.
Homepage ist noch im Aufbau, liefert aber schon wichtige Informationen (www.selbsthilfe-fazialisparese-konstanz.de). Direkter E-Mail-Kontakt: .
Der Kreis der Teilnehmenden ist durch vorwiegend online stattfindene Treffen nicht an den Landkreis Konstanz gebunden. Weiterverbreitung dieser Mitteilung erwünscht.
Aufruf zur Studienteilnahme für Betroffene – “Restaurant – Finder bei Schluckstörung”
Eine Masterstudentin am Studiengang „Gesundheit und Pflege“ der Katholische Hochschule Mainz plant einen Austausch von Menschen, die von Dysphagie betroffen sind, um einen “Restaurant-Finder” zu erstellen. Gerne geben wir den Aufruf an dieser Stelle weiter und hoffen auf rege Teilnahme.